Die Vorfussveränderung im Sinne einer Hallux valgus-Bildung ist sehr häufig Folge einer Spreizfussbildung, welche wiederum durch Übergewicht und ungünstiges Schuhwerk begünstigt wird. Es gibt aber auch eine angeborene Neigung zur Hallux valgus-Bildung, die dann schon im Kindes- oder Jugendalter auftreten kann.
Die Hallux valgus-Fehlstellung führt zu verschiedenen Schmerzbildern. Innenseitig kommt es über dem Grosszehballen zu einer vermehrten Druckbelastung mit einer schmerzhaften Schleimbeutelentzündung. Die veränderte Mittelfussstatik führt hier zu einer vermehrten Druckbelastung des 2. und 3. Mittelfussknochens, die sich durch einen typischen Mittelfussschmerz (Metatarsalgie) und eine vermehrte Schwielenbildung unter dem 2. und 3. Mittelfussköpfchen zeigt. Das Ausweichen der Grosszehe nach aussen kann zu einem Überkreuzen der 1. und 2. Zehe mit Ausbildung von Druckstellen oder Entzündungen führen. Durch die veränderte Stellung des Grosszehgrundgelenkes kommt es zum vorzeitigen Gelenkverschleiss mit einer schmerzhaften Arthrose.
Das Ziel der operativen Behandlung des Hallux valgus ist die Beseitigung der durch die Fehlstellung verursachten Schmerzen und das Verhindern eines vorzeitigen Gelenkverschleisses durch Wiederherstellung der regelrechten Fussstatik.
Hierfür stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. Die Auswahl des geeigneten Operationsverfahrens wird vom Operateur anhand der klinischen Untersuchung und des Röntgenbildes getroffen.
Eine Auswahl der wichtigsten Operationsverfahren wird auf der linken Seite vorgestellt.
